Home

Visuelle Konzepte

Kane Kampmann

Die visionären Bildwelten von Kane Kampmann entfalten sich im Raum und leben von der Spannung zwischen Stabilität und Flüchtigkeit. In ihren Werken greifen Zeichnung, Malerei und Projektion in analoger sowie digitaler Form ineinander und ergänzen sich. Frei und souverän ist auch Kane Kampmanns Umgang mit Dimensionen: Die Künstlerin realisiert ihre visuellen Konzepte ebenso auf einem Blatt Papier wie auf einer Leinwand oder in einem ganzen Kirchenraum.

Geboren am 30.April 1961, wuchs Kane Kampmann als Tochter eines Chemikers und einer Gärtnerin in der Nähe von Köln auf. Nach dem Abitur schrieb sie sich 1981 an den „Kölner Werkschulen“ ein. Sie studierte Illustration bei Prof. Marianne Kohlscheen-Richter und freie Malerei bei Prof. Franz Dank. 1997 schloss sie ihr Studium mit dem Bachelor Degree of Fine Arts ab. 

Nachdem sie bereits parallel zum Studium beim Zirkus Roncalli und an verschiedenen Theatern (u.a. Stadttheater Oberhausen, Zelttheater Fliegende Bauten, Bauturm Theater Köln) Bühnenbilder gestaltet hatte, kam sie 1985 über das TV-Nachwuchstheater „Sprungbrett“ zum Fernsehen. Hier entwarf sie Szenenbilder für verschiedene Sendeanstalten (u.a. „Anpfiff“, RTL, „Greenpeace-Nachrichten“, RTL, „Lücks Zeitlupe“, WDR).

1985 begegnete Kane Kampmann dem Schauspieler und Lichtkünstler Fernando Toma. Gemeinsam arbeiteten sie in der freien Theaterszene in Deutschland und in Italien. Sie gründeten die Firma Toma Multivision; 1992 wurde ihre Tochter geboren. Im Laufe von 20 Jahren konzipierten und realisierten Kampmann und Toma unterschiedlichste Projekte im In- und Ausland.

Mit Großprojekten wie „50 Jahre NRW“ im Ehrenhof Düsseldorf (1996), „IBA – Finale“, Zeche Zollverein, Essen (1999), „ChemieDrom“ – EXPO 2000, Hannover, Eröffnung der neuen Bibliothek in Alexandria/Ägypten (2002) oder „Frau Ohne Schatten“, Oper Athen (2002) entwickelte Kane Kampmann ihre besondere Vorstellungskraft für die Wirkung von Formen, Farben, Materialien und Licht in großen Dimensionen sowie ihre ganz eigene Bildsprache.

Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter 2005 entstanden erste Lichtinstallationen in Eigenregie (u.a. „4U the best way to travel is to feel“, Orangerie Köln, „100 Jahre Vollmann“, Stadthalle Wuppertal). Außerdem schuf sie zahlreiche Wandgemälde und Bühnenbilder, Repliken und Auftragsarbeiten für Film und Fernsehen. Wichtigstes Projekt in dieser Zeit war die fast einjährige konzeptuelle Mitarbeit bei der Innengestaltung der neuen Zentralmoschee in Köln.

Nach dem Tod ihrer Eltern im Jahre 2014 begann Kane Kampmann wieder systematisch zu malen. Es entstanden die Serien „Nomaden“, „Angeli della poesia“ und „Dreams“, die sie in mehreren Ausstellungen zeigte. 2017 erhielt sie das Angebot, anlässlich der Wiedereröffnung der romanischen Basilika St. Severin eine raumgreifende Lichtinstallation zu realisieren. „Das Paradies ist anderswo“ wurde an zwei Abenden von fast 3.000 Menschen besucht.

Der enorme Erfolg dieses Projektes war für Kane Kampmann der Anstoß, die Projektionskunst wieder in den Mittelpunkt ihres Schaffens zu stellen. Seitdem konzipierte und realisierte sie die Lichtinstallationen „Das Paradies ist anderswo“ (St. Michael, Köln, 2018) „Humboldts Kosmos“ (St. Severin, Köln, 2019) und „Le Coeur“ (Herz Jesu, Köln, 2019).

 

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit dem Besuch der Seite erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen